TRANSFORMA | TRI [1997]

Musik im Raum für 5 Soprane von Johannes Wallmann

nach UN COUP DE DES von Stéphane Mallarmé
darin KADENZ FÜR SOPRAN SOLO
zu einem Textfragment von Martin Stefke


Partiturausschnitt »transforma« | Rezensionen |



Uraufführung im alten Wasserspeicher Berlin Prenzlauer Berg
anläßlich der Kryptonale III am 12. 1997

EIN WÜRFELWURF NIEMALS AUSLÖSCHEN WIRD DEN ZUFALL“. Das letzte Gedicht von Stephane Mallarmé UN COUP DE DES (1897/98) - einer der großen Würfe am Ende des 19. Jahrhunderts - kann als eine Reflexion des scheiternden Menschen und vielleicht sogar als eine vorweggenommene Reflexion zur Moderne überhaupt gelten. Das Tröstliche: der Zufall und ein Sternbild.
Fünf Soprane im lang nachhallenden Raum des alten Wasserspeichers, ferner, näher, gehaltene Klänge, gedehnte Zeit, leise,laute, gesungene, geraunte Worte, fallende und steigende Töne, choralische Sätze, Klänge, die sich im Raum verschieben, extreme Stimmlagen.
Im Schlußteil von transforma die Kadenz für Sopran solo. Zu dem im Mallarmé-Text aufgehenden Siebengestirn des Großen Bären kommt ein Textfragment aus dem Gedicht „auf der terrasse“ von Martin Stefke: „.. die sterne zittern / im ohr noch klingen / die worte ... / mit angstgefüllten augen / blickt die bärin / ihren großen jäger an“.


Mitwirkende: Ksenija Lukic, Maacha Deubner, Susanne Serfling, Anita-Marie Schuppan, Margarete Huber.